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pCloud Test & Erfahrungen: Lohnt sich der Cloud-Speicher?

pCloud Test

pCloud ist ein 2013 gegründeter Cloud-Speicherdienst des Schweizer Unternehmens pCloud AG mit Sitz in Baar, der über 22 Millionen Nutzer zählt. Das wohl auffälligste Merkmal ist, dass pCloud im Gegensatz zu Dropbox, Google Drive und OneDrive, sogenannte Lifetime-Lizenzen anbietet – einmal zahlen, dauerhaft speichern. Das klingt zwar verlockend, wirft aber auch die Frage auf, ob man einem Anbieter langfristig vertrauen kann.

Ich habe pCloud über mehrere Wochen hinweg in verschiedenen Kategorien getestet: vom Setup über Synchronisation und Backup bis hin zu Verschlüsselung, Geschwindigkeit und Alltagstauglichkeit.

Das vorab: pCloud ist ein hervorragender Cloud-Speicher mit einem einzigartigen Preismodell und ist besonders für die langfristige Archivierung und Verwaltung von Medienbibliotheken geeignet. Es gibt jedoch einige kritische Punkte, die man vor dem Kauf kennen sollte.

pCloud im Kurz-Check: Vor- und Nachteile

Das hat überzeugt

  • Extrem schnell: Im Test schlägt pCloud OneDrive und Google Drive beim Upload und Download um Längen.
  • Lifetime-Modell: Einmal zahlen und dauerhaft sparen – ideal für große Archive.
  • Virtuelles Laufwerk: Die Desktop-App bindet die Cloud elegant als lokales Laufwerk ein, ohne Speicher zu fressen.
  • Mächtige Features: Block-Level-Sync, vollumfängliche Backups und die starke „Rewind“-Funktion.
  • Datenschutz: Server in Luxemburg (EU) wählbar, Schweizer Anbieter mit DSGVO-Konformität.
  • Moderne Oberfläche: Die farbenfrohe und aufgeräumte Oberfläche macht Spaß und ist intuitiv.

Das hat gestört

  • Schwaches Crypto-Folder: Die Zero-Knowledge-Verschlüsselung kostet extra, gilt nur für einen Ordner und hatte 2024 dokumentierte Sicherheitslücken.
  • Support: Antworten dauern oft 1–2 Tage; für geschäftskritische Nutzung nicht ideal.
  • Regionswechsel kostet: Wer sich bei der Anmeldung vertut, zahlt rund 20 US-Dollar für den Wechsel.
  • Keine KI-Fotoerkennung: Gesichts- oder Objekterkennung wie bei Google Photos fehlt.

Erste Schritte und Einrichtung

Die Registrierung ist unkompliziert: Nach Angabe der E-Mail-Adresse und des Passworts oder Anmeldung über den Google-, Facebook- bzw. Apple-Login steht ein kostenloses Konto bereit. Der kostenlose Speicherplatz beträgt 3 GB und kann durch das Erfüllen von Setup-Aufgaben sowie durch das Einladen von Freunden auf bis zu 10 GB erweitert werden. Zwar sind die standardmäßigen 2 GB nicht üppig, für erste Gehversuche aber ausreichend.

Bei der Registrierung muss man sich für eine Datenregion entscheiden. Diese Wahl ist später nicht mehr rückgängig zu machen, ohne eine Gebühr zu zahlen. pCloud bietet Server in Dallas (USA) und Luxemburg (EU) an. Wer sich später umentscheidet, muss eine einmalige Gebühr von rund 20 US-Dollar zahlen.

pCloud Datenregion
pCloud-Datenregionen

Aus Datenschutzgründen empfehle ich klar die EU-Region (Luxemburg). Damit liegen alle Dateien, persönlichen Daten und Metadaten innerhalb der Europäischen Union und es gilt die DSGVO in vollem Umfang.

Nach der Anmeldung installiert man die Desktop-App „pCloud Drive“. Diese bindet den gesamten Cloud-Speicher als virtuelles Laufwerk in den Windows-Explorer bzw. den macOS-Finder ein. Das ist eleganter als bei vielen Konkurrenten. In meinem Test unter Windows 11 hat diese Integration gut funktioniert: Die Dateien verhalten sich wie auf einer externen Festplatte.

Benutzeroberfläche und Bedienbarkeit

Nach dem Login in die Weboberfläche erwartet einen eine aufgeräumte Dateiansicht mit Seitenleiste für Dateien, Fotos, Freigaben, Backups, den Papierkorb und die Einstellungen. Alles ist selbsterklärend und ohne Einarbeitung nutzbar. Besonders positiv ist das frische, farbige Design, das sich von den sterilen Grau- und Blautönen vieler Konkurrenten abhebt. Die Oberfläche reagiert flüssig und Medien lassen sich direkt im Browser abspielen.

Die Desktop-App pCloud Drive ist recht funktional. Der Cloud-Speicher wird als virtuelles Laufwerk in den Explorer bzw. den Finder eingebunden. Dadurch kann man mit Cloud-Dateien arbeiten, ohne lokal Speicher zu belegen. Unter Windows 11 lief dies zuverlässig.

pCloud als virtuelles Laufwerk

Die mobilen Apps sind intuitiv, aber nicht ganz so ausgereift wie die der Konkurrenz. Kamera-Upload, Dateizugriff, Freigaben und Medienplayer sind schnell erreichbar und übersichtlich gestaltet. Gelegentlich macht sich jedoch leichte Trägheit bemerkbar, etwa beim Ordnerwechsel oder beim Laden von Vorschaubildern. Auffällig ist eine Inkonsistenz: Crypto-Folder-Dateien zeigen auf iOS keine Vorschaubilder, während dies auf dem Desktop funktioniert.

Für Einsteiger fehlt es etwas an Führung: Die schiere Funktionsfülle – Sync, Backup, Crypto, Rewind, File Requests – kann schnell überfordern. Ein integriertes Tutorial wäre hier sehr hilfreich. Das virtuelle Laufwerk ist für erfahrene Nutzer ein Segen, stellt Cloud-Neulinge jedoch vor die Herausforderung, zu verstehen, dass Dateien ohne Internetverbindung nicht verfügbar sind.

Sicherheit und Datenschutz: Solide Basis, aber die Crypto Folder ist ein zweischneidiges Schwert

pCloud verschlüsselt alle Dateien serverseitig mit 256-Bit-AES, sichert die Verbindung per TLS und verteilt mindestens fünf Kopien jeder Datei auf drei oder mehr Serverstandorte. Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ist verfügbar und das Unternehmen unterliegt dem Schweizer Datenschutzrecht sowie der DSGVO.

Der entscheidende Punkt ist die clientseitige Verschlüsselung, die pCloud als „Crypto Folder” vermarktet. Sie ist nicht standardmäßig aktiv, sondern ein kostenpflichtiges Add-on und gilt selbst dann nur für einen speziellen Ordner, nicht für den gesamten Account. Die darin gespeicherten Dateien werden vor dem Upload auf dem eigenen Gerät verschlüsselt, sodass pCloud keinen Zugriff auf die Inhalte hat (Zero-Knowledge-Prinzip). Der Crypto-Pass verbleibt ausschließlich beim Nutzer.

Der Vorteil dieser selektiven Verschlüsselung ist, dass alles außerhalb des Crypto Folders von pCloud für Vorschauen, Streaming und serverseitige Funktionen genutzt werden kann, was den Alltag komfortabler macht.

Genau hier setzt die härteste Kritik an. Im Oktober 2024 veröffentlichten Sicherheitsforscher mehrere Angriffe auf die optionale Verschlüsselung von pCloud. Über die gefundenen Schwachstellen konnten Angreifer den Inhalt verschlüsselter Dateien lesen, neue Dateien einfügen und Dateinamen sowie Pfade manipulieren. Bis zur Veröffentlichung hatte pCloud nicht auf die koordinierte Offenlegung im April 2024 reagiert – ein dokumentiertes Versäumnis. Auch im Jahr 2026 gibt es noch immer keine öffentliche Ankündigung zur Behebung des Problems. Das ist ein ernstzunehmender Vertrauensbruch für einen Anbieter, der Sicherheit als sein Markenzeichen ausgibt.

Hinzu kommt ein Zwischenfall im Februar 2026, bei dem einige Nutzer in ihren eigenen Konten die Datei- und Ordnernamen sowie die Änderungsdaten anderer Nutzer sehen konnten. pCloud informierte die betroffenen Nutzer und sprach von einer begrenzten Anzahl von Konten. Eine öffentliche Stellungnahme war jedoch nicht auffindbar.

Mein Fazit: Für alltägliche Dateien wie Fotos, Dokumente und Medien ist die serverseitige AES-256-Verschlüsselung völlig ausreichend und die Schweizer Rechtslage ist ein Plus gegenüber Anbietern aus den USA. Wer jedoch hochsensible Daten wie Passwörter, Finanzunterlagen oder vertrauliche Geschäftsdokumente speichern möchte, sollte die Crypto Folder nur mit dem Bewusstsein nutzen, dass die Verschlüsselung in der Vergangenheit Schwachstellen aufwies und die Kommunikation des Anbieters dazu unbefriedigend war. Wer eine kompromisslose Zero-Knowledge-Verschlüsselung ohne Aufpreis und ohne dokumentierte Schwachstellen benötigt, ist bei MEGA oder Internxt besser aufgehoben.

Synchronisation und Backup: Block-Level-Sync und vollständige Laufwerkssicherung

Die Synchronisation von pCloud arbeitet blockbasiert. Das bedeutet, dass bei der Bearbeitung einer großen Datei nur der geänderte Teil hochgeladen wird, nicht die gesamte Datei. In der Praxis macht sich das vor allem bei großen Dokumenten, Projektdateien oder Archiven bemerkbar: Die Synchronisationszeiten sind kürzer und die Bandbreite wird geschont. In Vergleichstests zeigte sich, dass pCloud beim Synchronisieren bearbeiteter Dateien schneller ist als z.B. MEGA.

Die Backup-Funktion von pCloud kann mehr als nur eine einfache Ordner-Synchronisation: Sogar ganze Laufwerke können automatisch in der Cloud gesichert werden. Das funktioniert auch mit kostenlosen Konten, was keineswegs selbstverständlich ist. In meinem Test habe ich ein etwa 1 GB großes Laufwerk mit gemischten Dateitypen eingerichtet, dessen Inhalte zuverlässig und zeitnah übertragen wurden.

Ein in der Praxis oft unterschätztes Feature ist „Rewind”. Damit lässt sich der gesamte Account auf einen früheren Zeitpunkt zurücksetzen, beispielsweise nach einem fehlerhaften Sync, durch den Dateien überschrieben wurden, oder nach einem Ransomware-Befall. In der kostenlosen Version beträgt der Rewind-Zeitraum 15 Tage, bei bezahlten Plänen 30 Tage. Mit dem Extended-File-History-Add-on sind sogar bis zu 365 Tage möglich.

Rewind

Ich habe Rewind getestet, indem ich absichtlich eine Datei gelöscht und den Account auf den Zustand von zwei Stunden zuvor zurückgesetzt habe – die Datei war innerhalb weniger Minuten wiederhergestellt. Das ist ein mächtiges Werkzeug, das viele Konkurrenten nur in teureren Business-Plänen anbieten.

pCloud Photos und mobile Apps: Automatischer Upload mit kleinen Schwächen

Die mobilen Apps für iOS und Android bieten einen automatischen Kamera-Upload, der auf Wunsch nur über WLAN erfolgt und auch das Hochladen von Videos und Live-Fotos unterstützt. In meinem Test mit einem iOS-Gerät funktionierte der Upload im WLAN zuverlässig, sofern die App im Vordergrund oder kürzlich im Hintergrund aktiv war.

Allerdings wurden Live Photos vom iPhone als zwei separate Dateien gespeichert: ein Bild und ein kurzer Clip. Das ist nicht falsch, aber weniger elegant als bei iCloud, wo die Informationen zum Live Photo erhalten bleiben.

Die Organisation der Fotos ist solide: Es gibt Alben, Zeitleisten und eine Vorschaufunktion. Der Medienplayer für Videos und Musik lässt sich direkt im Browser und in den Apps nutzen.

pCloud Photos

Teilen und pCloud Transfer: Flexibel, aber mit Einschränkungen im Gratis-Tarif

Das Teilen von Dateien und Ordnern erfolgt über Links. Bei kostenlosen Konten sind diese Links jedoch weder passwortgeschützt noch mit einem Ablaufdatum versehen. Diese Funktionen stehen nur zahlenden Nutzern zur Verfügung. Das ist ein Nachteil, wenn man sensible Daten teilen möchte, ohne ein Upgrade durchzuführen.

Ein nettes Extra ist pCloud Transfer: ein separater Dienst, mit dem sich Dateien bis 5 GB ohne Registrierung per E-Mail versenden lassen – eine direkte und einfache Alternative zu WeTransfer. In meinem Test verschickte ich eine 1 GB große Datei an einen Empfänger ohne pCloud-Konto. Der Upload dauerte einige Minuten, die Zustellung funktionierte jedoch einwandfrei.

Geschwindigkeit: Deutlicher Sieger im Dreikampf

Um die Performance realistisch zu bewerten, habe ich pCloud direkt gegen OneDrive und Google Drive antreten lassen. Die Testbedingungen waren identisch: eine Internetverbindung mit 300 Mbit/s und eine 800-MB-Testdatei.

pcloud Geschwindigkeit Test

Das Ergebnis ist eindeutig – pCloud lässt die beiden Platzhirsche weit hinter sich:

  • Upload: Während pCloud die 800 MB in 10:02 Minuten in die Cloud schiebt, benötigt OneDrive mehr als das Doppelte (22:06 Min). Google Drive braucht mit 23:03 Minuten sogar noch etwas länger.
  • Download: Auch hier ist pCloud extrem flott. In 4:40 Minuten ist die Datei wieder auf der Festplatte. Die Konkurrenz braucht fast dreimal so lange (OneDrive: 14:26 Min, Google Drive: 13:15 Min).
  • Systemlast: Ein oft übersehener Punkt ist die CPU-Auslastung während der Übertragung. Hier zeigt sich pCloud mit 28 % äußerst ressourcenschonend und arbeitet deutlich effizienter als OneDrive (38 %) und Google Drive (42 %).

Diese Werte decken sich mit meinen bisherigen Erfahrungen. Zwar erreicht pCloud in diesem Test nicht die volle Bandbreite der 300-Mbit/s-Leitung – was bei Single-Threaded-Uploads oft an serverseitigen Limits liegt –, aber im Vergleich zur Konkurrenz von Microsoft und Google ist pCloud in beiden Richtungen mehr als doppelt so schnell. Wer regelmäßig große Datenmengen bewegt, wird diesen Unterschied im Alltag deutlich spüren.

Support und Zuverlässigkeit

In meinem Test hatte ich zweimal Kontakt mit dem Support: Einerseits wegen einer Frage zur Datenregion. Die Antwort kam nach etwa 36 Stunden und war zufriedenstellend. Andererseits wegen eines Synchronisationsproblems. Die Antwort kam nach zwei Tagen und die Lösung funktionierte. Allerdings hätte die Kommunikation klarer sein können. Der Support ist per E-Mail erreichbar, aber nicht rund um die Uhr und nicht immer schnell. Wer eine unterbrechungsfreie Nutzung für geschäftskritische Anwendungen benötigt, sollte dies einkalkulieren.

Preise und das Lifetime-Modell: Der größte Unique-Selling-Point – mit einem Risiko

TarifSpeicherAbo (jährlich)Lifetime (einmalig)
Premium500 GB49,99 €199–299 €
Premium Plus2 TB99,99 €399–599 €
Ultra10 TB299,99 €1.190–1.890 €

Zum Vergleich: Google Drive bietet maximal 2 TB für 99,99 € pro Jahr, OneDrive maximal 6 TB und iCloud verlangt für 12 TB mehr als das Doppelte des Preises für das 10-TB-Jahresabo von pCloud. Für Nutzer, die langfristig große Datenmengen speichern möchten, ist das Lifetime-Modell finanziell äußerst attraktiv, da sich die Einmalzahlung nach etwa vier bis sechs Jahren gegenüber einem Abo amortisiert hat.

Doch das Modell hat einen konzeptionellen Haken, der klar benannt werden muss: „Lifetime“ bedeutet rechtlich eine Lizenz für 99 Jahre oder die Lebenszeit des Nutzers – je nachdem, was zuerst eintritt. Das ist zwar eine lange Zeit, aber es gibt keine Garantie dafür, dass das Unternehmen so lange existiert.

Abgerundet wird das Angebot durch Familien- und Business-Pläne: Der Family-Plan erlaubt die Einrichtung von bis zu fünf separaten Konten, die sich einen Speicherpool mit 2 TB teilen. Er ist für 749 € erhältlich. Der Business-Plan erfordert mindestens drei Nutzer, bietet zusätzliche Verwaltungsfunktionen und den Crypto Folder ohne Aufpreis.

Was pCloud nicht gut macht oder verbessern sollte

  • Crypto Folder ist kostenpflichtig und nicht standardmäßig aktiviert. Wer die Zero-Knowledge-Verschlüsselung nutzen möchte, muss extra zahlen. Selbst dann gilt diese jedoch nur für einen einzelnen Ordner und nicht für den gesamten Account, was ein klarer Nachteil für datenschutzbewusste Nutzer ist.
  • Es gibt dokumentierte Sicherheitslücken, die nicht öffentlich behoben wurden. Die Angriffe auf die Crypto-Folder aus dem Jahr 2024 wurden von pCloud nicht öffentlich thematisiert. Es ist unklar, ob und wann die Schwachstellen behoben wurden.
  • Im Gratis-Tarif gibt es weder einen Passwortschutz noch Ablaufdaten für Freigabelinks. Das ist eine unnötige Einschränkung, die insbesondere für gelegentliche Nutzer ärgerlich ist.
  • Ein Wechsel der Datenregion kostet Geld. Wer sich bei der Registrierung für die USA entscheidet und später in die EU wechseln möchte, muss rund 20 $ zahlen – eine vermeidbare Kostenstelle.
  • Es gibt keine KI-basierte Objekterkennung in Fotos. Während Google Fotos und Apple Fotos Gesichter und Objekte automatisch erkennen, fehlt diese Funktion bei pCloud. Die Foto-Organisation ist solide, aber nicht intelligent.

Fazit: Für wen sich pCloud lohnt – und für wen nicht

pCloud ist eine der besten Cloud-Speicherlösungen für alle, die langfristig große Datenmengen zuverlässig und ohne monatliche Abo-Kosten speichern möchten. In Tests schneidet die Geschwindigkeit stets hervorragend ab, die Synchronisation arbeitet blockbasiert und effizient, das virtuelle Laufwerk ist äußerst komfortabel und die Backup- sowie Rewind-Funktionen bieten ein Sicherheitsnetz, das bei vielen Konkurrenten fehlt. Die Schweizer Rechtslage und die wählbaren EU-Server sind ein Plus für datenschutzbewusste Nutzer.

Die Schwächen liegen eindeutig im Bereich der Verschlüsselungskommunikation und der Zuverlässigkeit des Supports. Wer auf eine kompromisslose Zero-Knowledge-Verschlüsselung ohne Aufpreis angewiesen ist, sollte zu MEGA oder Internxt greifen. Wer hingegen die meisten Dateien normal verschlüsselt speichern möchte und die Crypto-Folder nur für einzelne hochsensible Dokumente nutzt, kann mit pCloud sehr gut leben – vorausgesetzt, er akzeptiert, dass die Verschlüsselung in der Vergangenheit Schwachstellen hatte, die der Anbieter nicht öffentlich dokumentiert hat.

Meine Empfehlung: Wer über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren mehrere Terabyte speichern möchte, für den ist die Lifetime-Lizenz, insbesondere im Angebot, die finanziell attraktivste Wahl auf dem Markt. Wer unsicher ist, sollte mit dem kostenlosen Konto starten und alle Funktionen gründlich testen.

pCloud ist kein perfekter Dienst, aber ein sehr guter mit einem einzigartigen Preismodell. Für die richtige Zielgruppe macht dieses den entscheidenden Unterschied.

pCloud – Funktionen im Überblick

Neue & erweiterte Funktionen:

  • pCloud Photos: Integrierter Foto-Editor für direktes Bearbeiten in der Cloud, inklusive flüssigem Streaming von Multimedia-Inhalten.
  • 10-TB-Ultra-Tarif: Konzipiert für Power-User und RAW-Fotografen, die riesige Datenmengen (4K/8K) verwalten müssen.
  • Flexibles Backup: Spezifische Ordner lassen sich als „Backup only“ markieren – lokal gelöschte Dateien bleiben in der Cloud erhalten.
  • Erweiterter Cloud-Import: Mühelose Migration von Google Drive, OneDrive, Dropbox und anderen Diensten.

Bewährte Kernfunktionen:

  • Großzügiger Gratis-Tarif: Bis zu 10 GB kostenloser Speicher (durch Setup-Aufgaben und Einladungen).
  • Datenschutz & Sicherheit: Serverstandorte in der EU (Luxemburg) und den USA wählbar; Schweizer Anbieter mit DSGVO-Konformität.
  • Sichere Freigaben: Datei-Links inklusive Passwortschutz (in Premium-Tarifen) sowie öffentliche Freigabe-Ordner.
  • Dateianfragen (File Requests): Externe Personen ohne pCloud-Konto können Dateien direkt in den eigenen Account hochladen.
  • Integriertes Backup: Block-Level-Synchronisation direkt über die Desktop-Anwendung.

Weitere Features:

  • Unbegrenzte Dateigrößen: Keine Limits für Dateitypen oder -größen.
  • Historische Versionen: Bis zu 365 Tage Dateiversionierung (15 Tage im kostenlosen Tarif).
  • Erweiterter Kontoschutz: Zweistufige Authentifizierung (2FA) für alle Konten verfügbar.
  • Multi-Plattform: Dedizierte Apps für Windows, macOS, Linux, iOS, Android sowie Web-Browser.
  • Crypto Folder: Optionale Zero-Knowledge-Verschlüsselung (kostenpflichtiges Add-on).

Lizenzen & Preise:

  • Premium-Abos: Jährliche Zahlungen ab 49,99 $ (für 500 GB Speicher).
  • Lifetime-Optionen: Einmalige Zahlung für lebenslangen Speicher, bereits ab 199 $ (für 500 GB).
  • Speicher-Erweiterung: Durch das „Lifetime Stacking“ lassen sich mehrere Lizenzen für mehr Speicher kombinieren.

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