{"id":4293,"date":"2023-01-22T03:48:07","date_gmt":"2023-01-22T02:48:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bleib-virenfrei.de\/it-sicherheit\/artikel\/?p=4293"},"modified":"2024-06-12T04:42:10","modified_gmt":"2024-06-12T02:42:10","slug":"starke-passwoerter-worauf-es-ankommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bleib-virenfrei.de\/it-sicherheit\/artikel\/starke-passwoerter-worauf-es-ankommt\/","title":{"rendered":"Starke Passw\u00f6rter &#8211; Worauf es ankommt"},"content":{"rendered":"<p>Passw\u00f6rter sind oft die einzige Barriere, um zu verhindern, dass Dritte auf die eigenen Daten zugreifen. Ob E-Mail-Konto, Ebay-Account oder einfach nur der eigene Computer: Ein Passwort sorgt f\u00fcr Sicherheit. Aber nur, wenn es gut gew\u00e4hlt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Gut gew\u00e4hlt hei\u00dft vor allem, dass das Passwort nicht leicht zu erraten ist. Doch genau das ist das Problem vieler Nutzer: Sie verwenden Passw\u00f6rter, die sie sich leicht merken k\u00f6nnen. Da wird gnadenlos der Name des Hundes oder der Freundin verwendet, wenn nicht sogar der eigene.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch sehr beliebt: Das Passwort ist das gleiche wie der Benutzername. Solche Passw\u00f6rter sind nat\u00fcrlich leicht zu erraten und das Benutzerkonto steht Hackern offen wie ein Scheunentor. Gerade bei Ebay- oder E-Mail-Accounts kann so etwas sehr unangenehm werden. Und wenn die Passw\u00f6rter dann noch auf einem Zettel notiert neben dem Computer liegen, ist es sowieso zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Das schlechteste Passwort ist immer das Naheliegendste. Es ist leicht zu merken, aber auch relativ leicht zu knacken. Deshalb versuchen viele, das Passwort mit Gro\u00df- und Kleinschreibung zu trimmen: Aus &#8222;Schatzi&#8220; wird &#8222;scHAtZi&#8220;. Ebenfalls beliebt: das Anh\u00e4ngen von Zahlen (&#8222;Schatzi21&#8220;). Beides sind Schritte in die richtige Richtung, die es Hackern schwerer machen, aber noch nicht die optimale L\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Je l\u00e4nger, desto besser<\/h2>\n\n\n\n<p>Doch wie sieht sie aus, die optimale L\u00f6sung? Grunds\u00e4tzlich gilt: Je l\u00e4nger das Passwort, desto besser. Das erschwert Brute-Force-Methoden. Besteht das Passwort beispielsweise nur aus einem Zeichen, muss der Hacker nur alle Zeichen der Zeichentabelle durchprobieren &#8211; nach sp\u00e4testens 200 Versuchen ist er &#8222;drin&#8220;. Ein Computer kann so etwas in wenigen Sekunden durchprobieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wird die L\u00e4nge des Passwortes erh\u00f6ht, so erh\u00f6ht sich auch die Anzahl der M\u00f6glichkeiten erheblich. Angenommen, es gibt 100 Zeichen in der Zeichentabelle, dann gibt es schon bei einem zweistelligen Passwort nicht mehr 100, sondern 10.000 M\u00f6glichkeiten. Bei einem dreistelligen Passwort sind es bereits eine Million M\u00f6glichkeiten und so weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Je l\u00e4nger ein Passwort ist, desto unwahrscheinlicher ist es also, dass ein Hacker sich mit Rechenkraft Zugang zum passwortgesch\u00fctzten Bereich verschafft. Eine einfache Formel lautet: Anzahl der m\u00f6glichen Zeichen hoch Anzahl der Stellen im Passwort.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein guter und oft empfohlener Wert f\u00fcr die Mindestl\u00e4nge eines Passworts sind zehn Zeichen. Bei einer Zeichentabelle von 100 Zeichen erg\u00e4be dies bereits die gigantische Summe von 100^10 = 10.000.000.000.000.000.000.000 M\u00f6glichkeiten, die ein Hacker durchprobieren m\u00fcsste, um per Brute Force an das Passwort zu gelangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einer solch gigantischen Anzahl von M\u00f6glichkeiten ist auch ein PC eine ganze Weile besch\u00e4ftigt, zumal er die ausgew\u00fcrfelten Kombinationen auch noch ausprobieren muss. Das dauert. Und je l\u00e4nger ein Passwort ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass ein Hacker es auf diese Weise herausbekommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau aus diesem Grund ist es auch so wichtig, keine ganzen W\u00f6rter als Passwort zu verwenden, denn bei denen muss ein Hacker nicht kombinieren, sondern einfach eine Datenbank mit W\u00f6rtern durchsuchen (W\u00f6rterbuch-Angriff). Und selbst alle Sprachen der Welt zusammen haben nicht so viele Buchstabenkombinationen wie ein achtstelliges Zufallspasswort. Die Konsequenz: &#8222;Echte W\u00f6rter&#8220; k\u00f6nnen viel schneller geknackt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tipps f\u00fcr ein starkes Passwort<\/h2>\n\n\n\n<ul>\n<li>Verwenden Sie eine Kombination aus Gro\u00df- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen mit mindestens 10 Zeichen.<\/li>\n\n\n\n<li>Vermeiden Sie Passw\u00f6rter aus W\u00f6rterb\u00fcchern.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Vermeiden Sie Tastaturfolgen, Zahlen- oder Buchstabenreihen.<\/li>\n\n\n\n<li>Verwenden Sie keine pers\u00f6nlichen Informationen in Ihrem Passwort.<\/li>\n\n\n\n<li>Verwenden Sie nicht dasselbe Passwort f\u00fcr mehrere Konten.<\/li>\n\n\n\n<li>Speichern oder notieren Sie Passw\u00f6rter nie im Klartext.<\/li>\n\n\n\n<li>Ziehen Sie Dienste mit <a href=\"https:\/\/www.bleib-virenfrei.de\/it-sicherheit\/artikel\/2-faktor-authentifizierung-2fa\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.bleib-virenfrei.de\/it-sicherheit\/artikel\/2-faktor-authentifizierung-2fa\/\">Zwei-Faktor-Authentifizierung<\/a> vor.<\/li>\n\n\n\n<li>Verwenden Sie einen Passwort-Manager.<\/li>\n\n\n\n<li>Vermeiden Sie leicht zu erratende Informationen zur Passwort-Wiederherstellung.<\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Passw\u00f6rter sind oft die einzige Barriere, um zu verhindern, dass Dritte auf die eigenen Daten zugreifen. 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